Jahreskonferenz der WEST-EUROPA-MISSION in Hüttenberg-Hochelheim 2026
Ansprachen von Friedemann Wunderlich, seit 28 Jahren Leiter der MISSION FÜR SÜDOSTEUROPA (MSOE)
Am Sonntag, den 3. Mai, 2026
Thema: Im Dienst des besten Herrn
Sonntagmorgen 10.00 Uhr
Jesus ist der Grund, dass wir hier sind.
In Lukas 24 ab Vers 13 lesen wir von den Emmaus-Jüngern, die ratlos unterwegs waren.
Unterwegs gesellte sich Jesus zunächst unerkannt zu ihnen. Später bezeugen sie, dass ihr Herz brannte, als Jesus zu ihnen kam. Ab Vers 36 lesen wir, wie Jesus plötzlich im Kreis seiner Jünger erscheint. Sie sind zunächst voller Furcht und glauben, dass es ein Geist sei. Jesus zeigt ihnen seine durchbohrten Hände und Füße, damit sie sehen, dass er kein Geist ist, sondern Fleisch und Blut hat. Um Ihr Schweigen zu durchbrechen fragt er sie, ob sie etwas zu essen für ihn haben. Sie geben ihm einen gebratenen Fisch und er isst diesen vor ihnen.
Er macht ihnen klar, dass alles erfüllt werden müsse, was in den Schriften steht. Er musste leiden, sterben und am 3. Tag auferstehen.
Dann führt er sie hinaus nach Bethanien, hebt seine Hände auf und segnet sie. Danach wird er hinaufgetragen in den Himmel. Die Jünger kehren nach Jerusalem zurück und preisen Gott.
Was damals geschah ist so unglaublich, dass sich das kein Mensch vorstellen kann.
Wer mit Jesus geht kann sich nicht vorstellen, was Jesus morgen, in 10 oder 20 Jahren tun wird. Wie hat Jesus an uns gehandelt? Eben auch so, wie wir uns dies vorher nie hätten vorstellen können.
Was bewegt Menschen, ihr Leben für Jesus aufzugeben?
Hier ist die Herausforderung: Die eigenen Pläne aufzugeben und ein radikales Leben mit einem neuen Herrn, Jesus Christus, zu führen, den wir noch nie gesehen haben.
Wie verrückt muss man sein, um sich auf Jesus einzulassen?
Was mich am meisten herausfordert, sind die 4 Fragen, die Jesus an diese jungen Leute, seine Jünger stellt:
1. Womit beschäftigt ihr euch? (Lukas 24,17)
2. Was ist passiert am Kreuz? (V19)
3. Warum seid ihr so bekümmert? (V38)
4. Habt ihr was zu essen? (V41)
Worum geht es hier?
Christen können über gewaltige theologische Themen reden, aber hier geht es um Alltägliches.
Wichtig ist dabei auch, an wen Lukas diesen Bericht schreibt.
Der Arzt Lukas schreibt an einen Menschen, der nichts vom Wort Gottes weiß.
Sein Bericht gleicht einem Arztbericht, der die Frage beinhaltet: Wofür schlägt unser Herz?
Was ist das Wichtigste im Leben überhaupt?
Bei denjenigen, die sich Jesus anvertrauen, stellt Gott alles auf den Kopf.
Bei Jesus empfinden wir eine tiefe Freude, wie nur Gott sie schenken kann.
Warum freuen sie und wir uns? Dazu 3 Gedanken:
1. (V44) Freude, weil Jesus einen perfekten Plan hat. Er isst den Fisch und erklärt dann, dass all dies passieren musste. Gottes Plan bestand schon vor Erschaffung der Welt. Dieser Plan musste sich erfüllen, mit allen Details. Wenn wir nicht planlos leben wollen, müssen wir die Bibel lesen. Nach Jesu Plan leben, erfordert ein großes Vertrauen in ihn und seinen Plan.
Es bedeutet auch, dass wir uns in ALLEM an IHM orientieren müssen. Die Erfüllung des Planes Gottes geht nicht nur bis zum Kreuz, sondern viel weiter darüber hinaus. Nicht Menschen regieren in dieser Welt, sondern Gottes Plan erfüllt sich in dieser Welt.
2. Freude im Dienst des besten Herrn erhalten die Jünger, weil Jesus ihnen Ruhe schenkt.
(V48-49) … bleibt in der Stadt bis ihr den Geist Gottes erhaltet. Jesus segnet sie und sie warten. Bei dem Auftrag Gottes geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um SEINEN Zeitpunkt. Manche Christen sind ständig unter Strom, weil sie meinen, sie könnten und müssten die Welt retten. Doch sie können gar nichts retten. Wir können niemanden retten. Das ist befreiend. Wie wir wissen, sind die Jünger alle, außer Johannes, als Märtyrer gestorben. Sie gehen also einer ungewissen Zukunft entgegen, aber unter der Führung und dem Segen Jesu. Daher hatten sie eine große Freude. Dasselbe gilt für uns: Wir erhalten den Auftrag von Jesus, finden aber gleichzeitig Ruhe bei ihm.
3. Freude, weil Jesus ihnen eine unglaubliche Wertschätzung entgegenbringt.
Jesus sendet Versager. Warum macht er das? Die Apostelgeschichte ist nicht die Geschichte der Apostel, sondern die Geschichte von Jesus, der ganz normale Männer und Frauen zum Dienst aussendet und gebraucht, um seine Gemeinde zu bauen. Im Vertrauen auf Jesus und mit der Wertschätzung Jesu, haben sie Unmögliches auf sich genommen, um Gottes Reich zu bauen durch ihre Zeugnisse.
Die Freude am Herrn ist unsere Motivation
Sonntagnachmittag 14.00 Uhr
Als Jesus die Erde verließ sahen ihn vielleicht 120 Menschen? Wir wissen es nicht. 500 haben ihn nach seiner Auferstehung gesehen.
Sie erhielten das Versprechen: Ihr werdet Kraft empfangen durch den Heiligen Geist.
Auch wir sind Zeugen Jesu, nicht wir sollen Zeugen Jesu sein. Wir sind es.
Wichtig: Bitte nicht das alte Evangelium verändern!
Am Beispiel von Paulus kann man sehen, wie Gott seine Zeugen verändert (1.Timotheus1,12-17). Gott hat ihn als treu erachtet, der er früher die Christen gnadenlos verfolgt hatte. Aber ihm ist Barmherzigkeit widerfahren, damit er durch sein Zeugnis Sünder retten konnte, wo er selbst doch der größte Sünder von allen war.
Im Dienst des besten Herrn zu sein, ist ein Privileg für mich.
1903 wurde die MSOE gegründet. Wir senden ebenfalls keine deutschen Missionare aus, sondern haben einheimische Missionare in mehr als 20 Volksgruppen. Da gibt es große Unterschiede.
1. Frage: Was ist das Evangelium der Herrlichkeit?
Evangelium ist als Wort ein weltlicher Begriff und heißt einfach: Frohe Botschaft.
In 1.Korinther15 schreibt Paulus über seinen Dienst: Die Verkündigung des Evangeliums, das darin besteht, dass Christus für unsere Sünden starb,
Spurgeon sagte: Alle meine Botschaften zusammengefasst bedeuten:
Christus starb für unsere Sünden.
Das ist alles was wir brauchen, um in den Himmel zu kommen. Das geben wir weiter.
Es gibt so viele christlichen Programme, Kongresse etc. die kommen und gehen.
Wir müssen wieder „einfach“ werden. Einfach zu den Menschen hingehen und ihnen Gottes Wort bringen. Christ sein ist so einfach. Nicht ständig überlegen, wie kann man die Botschaft heute zeitgemäß weitergeben? Unterschiedliche Personen geben die Botschaft weiter, aber der Inhalt ist immer derselbe: Christus starb für unsere Sünden.
Das ist das einfache Evangelium. Es gilt allen Menschen, weil alle Menschen von Gott getrennt sind.
In Offenbarung 14 predigt ein Engel allen Menschen auf der Erde hör- und verstehbar das Evangelium. Aber kein Einziger tut Buße weil die Zeit der Gnade vorbei ist.
Ich komme aus dem Siegerland, in dem nie der Grundsatz galt: neu ist besser als alt. Bei uns wurde immer alles repariert, so lange es ging. Es ist naiv zu denken, Neues wäre immer besser. Wir verkünden das „alte Evangelium“!
Wir arbeiten in Krisengebieten, wo man sich bei der vielen Not, die Frage stellen könnte: Warum tun wir das?
Doch auch hier gilt das alte Evangelium: Christus starb für unsere Sünden.
Christus kam in die Welt, Sünder zu retten.
Paulus sagte: „Ich bin der erste Sünder“. Er sagt nicht „ich war“.
Ein Christ ist auch nach Bekehrung und Wiedergeburt ein Sünder und braucht ständig Vergebung. Paulus wusste wie ein Leben ohne Gott ist. Er wusste, wie Ungläubige ticken.
Aber er hatte eine unglaubliche Leidenschaft für die verlorenen Menschen, weil er selbst einer von ihnen war und die Gnade Gottes erfahren hatte. Paulus hatte es zeitlebens nicht verstanden, warum Jesus ausgerechnet ihn errettet, erwählt und berufen hatte.
Bei uns gab es ein Schlagwort: Errettetsein gibt Rettersinn
Bei unserem Dienst und in unserem Leben stellt sich die Frage: Ist uns unsere Abhängigkeit von Jesus Tag für Tag bewusst? Jesus starb für meine Sünde, für die in der Vergangenheit, in der Gegenwart und auch in der Zukunft. Das schenkt mir Freude! Das ermutigt mich.
2. Frage: Was können wir tun, um Menschen zu retten?
Wir können gar nichts tun. Wir sind Hinweisschilder und Boten Gottes. Die Neugeburt im Geist eines Menschen bewirkt allein das Wort Gottes. Das macht uns abhängig von Jesus. Das ist befreiend, weil wir nicht schaffen müssen, was wir nicht schaffen können.
Jesus hat das einmalige und vollkommene Opfer vollbracht: ER starb für unsere Sünden.
Was können wir tun? Einfach glauben und vertrauen, dass Jesu Opfer ausreicht.
Wie geht das? Glauben heißt vertrauen. Kinder glauben nur, wenn sie vertrauen können.
Das geht nur persönlich mit einem Gegenüber. Ich kann kein Vertrauen im Internet aufbauen.
Das Evangelium verändert unseren Alltag. Es gibt uns die Kraft, Jesus zu vertrauen und ihm treu zu sein und zu bleiben.
Wie oft sind wir schwach. Missionare kündigen, weil sie sich zu schwach fühlen. Ich sage ihnen: Ich bin nicht beeindruckt von deiner Schwäche, sondern von der Stärke Jesu und ermutige sie weiterzumachen.
Jesus schenkt uns seiner Wertschätzung. Wenn wir sehen, was Jesus aus einem Menschen machen kann und auch macht, können wir nur staunen. Es gibt dazu viele Beispiele.
Wir sollten immer die Möglichkeiten Gottes betrachten und nicht die Unmöglichkeiten von uns Menschen. Was die Verlorenen betrifft, sollen wir sie mit den Augen Gottes betrachten und ihnen Würde geben, selbst den Allerverachtetsten. Ich erhalte meine Wertschätzung nicht von Menschen, sondern von Gott. Das Wort Gottes schafft Veränderungen. Die Gemeinschaft mit Jesus muss immer im Mittelpunkt stehen.
Das ist unsere Freude. Oder wie mir gesagt wurde, als ich in eine kleine Gemeinde in den Bergen Armeniens eingeladen wurde: Lasst uns miteinander Jesus genießen!
Bericht von Matthias Breling
Samstag
Samstagnachmittag
Mitgliederversammlung – Zukunftswerkstatt – Kaffeetrinken - Das Kuchenbuffet ließ keine Wünsche offen – ein Fest für den süßen Gaumen. Währenddessen schien die Sonne freundlich und warm vom strahlenden Himmel – und wurde zum Gleichnis für die herzerwärmende Liebe Gottes.
Schon während der Mitgliederversammlung und des ganzen Nachmittags war das Proben der Jugend zu hören. Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Gesang. Da entstand ein Begleitprogramm für einen wundervollen Missionsabend.
Samstagabend
Soweit lief alles nach Plan. Fürs Abendessen war Pizza bestellt – doch sie kam nicht. Ein Anruf beim Pizzabäcker: „Ja, der Bestellzettel hinge an der Wand, aber es hätte niemand draufgeschaut“. „Das sei ja nicht sehr typisch für die vielbeschworene deutsche Gründlichkeit und Pünktlichkeit“ war von den Spaniern zu hören. Da kam schlagfertig die Antwort, „die Pizza sei ja auch italienisch!“
Die Pizza kam dann doch, wurde gegessen, schmeckte und sättigte. Der Missionsabend konnte beginnen!
Abendveranstaltung
Die Jugend war vorbereitet und saß an den Instrumenten. Sie übernahm auch kurzerhand die Begrüßung und Einleitung. Der von Johannes sorgfältig ausgearbeitete Minutenplan verlor spätestens jetzt seine Gültigkeit. Voller Hingabe wurde Gott gelobt und gepriesen.
Nach 20 Minuten erfrischendem Lobpreis stellte Johannes den weiteren Ablauf des Abends vor. Stimmengemurmel im Saal, das hörte auch den ganzen Abend nicht auf, wie es bei den WEM-Konferenzen üblich ist. Überall neben den Missionaren sitzen Übersetzer, damit jeder mitkriegt, um was es geht.
Begonnen wurde mit einer „Werbeveranstaltung“ für Volontäre für Denia. Anschließend haben wir mit Daniele unsere erste Italienisch-Lektion gelernt in Form eines Lobpreisliedes: „Adorero con tutto mio cuor Lodero – Ich werde ihn von ganzem Herzen preisen“. Alle haben mitgemacht und man hat förmlich gespürt, wie die Töne den Lobpreis in den Himmel getragen haben.
Anschließend haben uns Yohel und Ester aus Barcelona und auch Hugo Vieira de Costa aus Metz einen Einblick in ihr Leben gegeben.
Es geht um Persönliches
Wir hatten vereinbart, dass an diesem Abend nicht in erster Linie über die Arbeit gesprochen würde, sondern dass uns die Missionare teilhaben lassen an ganz persönlichen Erfahrungen, und ihren Höhen und Tiefen im Missionarsleben. So haben wir einen authentischen Blick in die Seele der Mission werfen dürfen. Es wurde deutlich: Auch Missionare sind ganz normale Christen, die mit den Anfechtungen dieser Welt zurechtkommen müssen. Sie brauchen dabei ebenso wie wir in unserem Leben die Hilfe und Gande unseres Herrn Jesus Christus. Und er gibt sie uns gerne! Das haben wir dann auch immer wieder in den Liedern zum Ausdruck gebracht.
Musikalischer Rahmen voll gelungen
Die Jugend der Gemeinde hat dabei eine große Flexibilität und Improvisationskraft gezeigt. Sie haben ihr sorgfältig zusammengestelltes und durchgeprobtes Programm spontan umgeschmissen und die Liedauswahl den Inhalten der Botschaft der Missionare und dem internationalen Bekanntheitsgrad angepasst. Ganz nach dem Motto: Wenn die WEM spontan ist und improvisieren kann – wir können das auch! Sie sangen von der Größe Gottes und vom Vertrauen in Jesus Christus, das unser Leben trägt. Und die Stimmung im Saal war beeindruckend.
Die Zugaben
Als sich das Programm dann dem Ende zuneigte, zeigten sich noch nicht alle damit einverstanden. Die WEM hatte noch eine Zugabe: Benjamin Martin war erst spät aus Malaga eingetroffen. Johannes wollte ihn entlasten. Doch er trat noch ans Mikrofon. Er wäre um 2:00 Uhr morgens ins Bett gegangen, um 4:00 Uhr wieder aufgestanden, zum Flughafen gefahren, nach Frankfurt geflogen und mit dem Auto nach Hüttenberg gefahren: - „Ich habe das nicht alles auf mich genommen, um erst morgen vor euch zu reden!“ Das gab Beifall!
Und dann kam die Zugabe der Jugend: Ein alter aber quicklebendiger Jungschar-Schlager: „Sei ein lebend´ger Fisch!“ Frisch aufbereitet und choreografisch aufgepeppt haben sie damit den ganzen Saal zum Schwingen gebracht. Alle schwammen gegen den Strom! Liebe Jugend von Hochelheim, und liebe Missionare - ihr habt uns einen erfrischenden Abend kreiert. Vielen Dank allen Beteiligten und unserem Herrn!
Doch aus eig'ner Kraft wirst du nie ein lebend'ger Fisch.
Bitte Gott um Kraft, an jedem Tag.
Glaub, dass auch in deinem Leben Jesus Sieger ist,
und du staunst, was er zu tun vermag.
Berichte der Missionare
Sonntagvormittag
Barcelona: Ester Lorefice und Yohel Arce
Sie arbeiten in verschiedenen Bereichen: Gemeindeschulungen, Kinder- und Jugendarbeit und Missionseinsätze. Seit dem vergangenen Jahr arbeiten sie eng mit einer Missionsorganisation in den USA mit, die „insight for living“ heißt und von Charles Swindoll gegründet wurde. Schwerpunkt dieser Arbeit ist, durch Verkündigung der biblischen Botschaft, Menschen in die Nachfolge Christi zu führen. Die Arbeit von Swindoll hat inzwischen über 70 Länder erreicht und geschieht in 11 Sprachen. Barcelona ist ein Großstadt-Dschungel und eine der Hauptstädte des Atheismus. Die Jugend weiß nichts von der Bibel. Bei ihnen muss alles schnell gehen. Sie haben keine Zeit, um sich ausdauernd mit etwas zu beschäftigen.
Unsere Aufgabe ist es zunächst, die Christen zu ermutigen, die Bibel zu lesen, damit sie erkennen, wer Gott ist und wie er handelt. Wir wollen keine kurzfristigen Lösungen, sondern langfristige Veränderungen. Das geschieht durch …
1. Christliche Radioarbeit. Wir erreichen durch christliche Sender zurzeit 5.000 Menschen in Barcelona und 40.000 in Madrid, die unsere Sendungen regelmäßig hören. Diese Arbeit wollen wir über ganz Spanien ausweiten.
2. Schriften. Wir bieten Gemeinden Bücher über Ehe, Jüngerschaft und Nachfolge an.
Auch bieten wir Schulungen in den Gemeinden an und bilden Sonntagsschulleiter etc. aus.
Denia: Jorge Pastor, Hugo Whalton und Annika Breling
Jorge Pastor ist seit 50 Jahren Pastor der Gemeinde und gründete vor 47 Jahren die Schule Alfa & Omega, das bedeutet Jesus Christus. Der Kontakt kam vor 40 Jahren zustande, als Klaus Loh zu Besuch in Denia war. Seitdem wird die Schule durch die WEM unterstützt. Wir sind dankbar für Eure Gebete und Gaben. Unser Dienst besteht darin, den Schülern Jesus Christus bekannt zu machen. Wir säen den Samen des Evangeliums in die Herzen der Schüler.
Hugo ist der neue Direktor, nachdem Jorge in den Ruhestand ging. Aber Jorge unterstützt die Arbeit weiterhin. Wir säen den Samen mit Tränen (Psalm 126,5-6). Viele Schüler lachen, wenn wir von Jesus erzählen. Aber manch einer kommt Jahre später zu uns und will über Jesus reden.
Hugo ist Jorges Schwiegersohn und hat die Leitung der Schule übernommen. Seine Frau Eunice ist nicht gesund. Vielen Dank für Eure Gebete. Wir haben 380 Schüler. 90% kommen aus nichtchristlichen Familien. Unser größtes Anliegen ist es, dass alle Schüler Jesus kennenlernen. Immer wieder gibt es Möglichkeiten, mit den Eltern über Jesus zu reden, besonders an Weihnachten. Besonders am Herzen liegen uns die „gebrochenen“ Kinder: Die Eltern sind geschieden, sie wurden missbraucht, es gibt viele Krankheiten in den Familien, sie werden vernachlässigt. Für sie haben wir ein gutes Medikament: Die Liebe Gottes.
Belgien: Inge und Marc Beltman, sofa + zo
Sofa + zo steht für ein Gebetshaus in Belgien, das vor 15 Jahren gegründet wurde.
Wir haben Zeiten des Gebets und der Anbetung. Wir schulen Christen und bieten Jüngerschaftskurse an. Wir haben Bibelstunden und Bibelkurse. Wir begleiten junge Menschen in ihrer Entwicklung und bieten Seelsorge an. Viele junge Christen wollen den Glauben „erleben“ und begreifen und die Inhalte der Bibelverstehen.
Das Schöne ist, dass die jungen Menschen in Belgien wieder mehr am Glauben interessiert sind. Nur 0,03% der Belgier sind wiedergeborene Christen. Viee junge Menschen suchen nach Gott auf den sozialen Medien. Die Basis unserer Arbeit ist das Gebet für Belgien. Unser Wunsch ist es, viele Millionen Belgier mit dem Glauben zu erreichen. Dazu gibt es ein Programm mit dem Namen „Mutige Städte“. Das beinhaltet das „Credo-Haus“, das sich um Obdachlose Kiner und Erwachsene kümmert. Dazu gehört auch die Arbeit in Asylheimen, wo besonders über den Sport, Menschen mit dem Evangelium erreicht werden können.
Wir beten, dass Gott uns zeigt, wie wir in der Zukunft arbeiten sollen und dass er uns die nötigen Finanzen dazu gibt. Ab 9. August 2026 haben wir wieder eine 24/7 Gebetswoche. Sie findet in 5 großen Zelten auf einer Wiese statt. Jedes Zelt hat besondere Angebote wie Workshops und Seelsorge. Dann gibt es ein Kinder- und ein Jugendzelt.
Sonntagnachmittag
Spanien: Benjamín Martín, Málaga, EVANGELISMO EN ACCION (EEA)
Spanien ist eine große Herausforderung für Missionare. Wir müssen das Evangelium von Mensch zu Mensch weitersagen. EEA wurde vor 59 Jahren gegründet. Das Ziel: Evangelisation und Gemeindegründung. In den ersten Jahren wurden 11 Gemeinden im Norden des Landes gegründet, danach weitere Gemeinden im Süden, in Andalusien. Eine dieser Gemeinden ist in Veléz-Málaga. Dort arbeiten sie mit weiteren evangelischen Gemeinden zusammen. Zum Ostergottesdienst auf einem öffentlichen Platz kamen viele Nichtchristen, sogar der Bürgermeister, zum ersten Mal seit 40 Jahren.
Auch in der EEA-Gemeinde in Torremolinos gibt es Gottesdienste im Freien.
Die Gemeinde in Marbella hat derzeit 100-120 Gottesdienstbesucher und wächst weiter.
Ähnlich sieht es in der Gemeinde in Málaga aus.
Jedes Jahr halten sie Freizeiten in den Bergen von Málaga ab. EEA unterhält zwei Freizeitzentren: „Siete Robles“ im Norden und „Pinos Reales“ im Zentrum des Landes.
Siete Robles feierte das 40jährige Bestehen. Die WEM hatte den Aufbau mitfinanziert.
In Pinos Reales werden 12-14 Freizeiten für Kinder, Jugendliche, Ehepaare, etc. jedes Jahr angeboten. Sie haben dort ein neues Mitarbeiterehepaar aus Nicaragua, das auch von der WEM unterstützt wird. Die WEM half auch bei der Renovierung des Hauptgebäudes im vergangenen Jahr und bei den Problemen mit dem Wasser. Durch immer höhere Anforderungen durch das Gesundheitsamt und durch Schäden durch Überflutungen, mussten teure Maßnahmen ergriffen werden. Das Camp musste für 8 Monate schließen. Erst am 15. März 2026 erlaubte uns das Gesundheitsamt wieder, eine Freizeit abzuhalten.
Italien: Daniele Lorefice, Nova Milanese
Wir arbeiten in vielen Bereichen: Zuerst in unserer Gemeinde, die noch nicht sehr groß ist. Wir organisieren Freizeiten, Kongresse, etc. In Italien gibt es viele kleine und mittlere Gemeinden. Die Arbeit geht nur langsam voran. Feli arbeitet mit den Frauen. Sie lädt diese zu uns nach Hause ein, meist ungläubige Frauen, wo man bei Kaffee und Kuchen zwanglos reden kann. Kürzlich hatte sie 40 Frauen eingeladen und 90 kamen. Da wird der Platz schnell knapp. Seit 20 Jahren arbeite ich in der Camparbeit in Ispica, Sizilien. Dort lernte ich auch vor 8 Jahren meine Frau kennen. Wir verbringen jedes Jahr drei Monate im Sommer in Sizilien. Dort organisieren und betreuen wir verschiedene Freizeiten für alle Altersgruppen. Auch ein Missionscamp für junge Christen aus aller Welt findet jedes Jahr statt. Insgesamt haben wir etwa 800 Teilnehmer auf allen Camps. Es gibt auch eine Woche der praktischen Arbeit und ein Wintercamp. Ich organisiere dies Camps und unterrichte mit der Bibel. Im Norden haben wir einen Verein „Salz + Licht“ gegründet, der sich mit sozialer Arbeit beschäftigt. Wir helfen den Ausgegrenzten und auch vielen Flüchtlingen durch praktische Unterstützung. Dabei geben wir auch die biblische Botschaft weiter, wo dies gewünscht wird, auch durch Bibelgruppen in Asylheimen. An Weihnachten helfen wir besonders den Ärmsten der Armen mit einem warmen Essen und Kleidung. Wir machen Missionsreisen mit jungen Christen, z.B. auf den Balkan und betreuen ein fahrbares Hospital für Menschen, die sich keinen Arzt leisten können.
Frankreich; Hugo Vieira da Costa, France pour Christ, Metz
Ich bin Brasilianer und seit zwei Jahren im Team von FpC in Metz. Seit dem vergangenen Jahr werde ich auch von der WEM unterstützt. Zuerst muss ich die Kultur verstehen, bevor ich arbeite. Ich sprach kaum Französisch als ich nach Frankreich kam. Die Franzosen „ermutigten“ mich, indem sie sagten: „Wenn ich so schlecht Französisch sprechen würde wie du, würde ich nicht nach Frankreich gehen!“ Wir arbeiten in einem Team und wollen zuerst verstehen, wie die Menschen in Metz ticken. Wir gehen dorthin, wo die Menschen sind. Dann schauen wir, was die Leute gerne tun. Manche backen gerne. So backen wir zusammen, ein paar Christen und etliche Ungläubige. Dabei kommen wir ins Gespräch, auch beim anschließenden Essen. Die Menschen kommen zu uns, weil sie über die Dinge reden wollen, die sie bewegen. Wir hören ihnen zu. Das gefällt ihnen. Manches Mal schauen wir einen Film zusammen an und reden anschließend über unsere Eindrücke. Die Franzosen essen gerne gut und viel und sitzen dann noch lange am Tisch. So kommt man sich näher. Es muss sich Vertrauen entwickeln und irgendwann fragen sie, was uns bewegt. Dann reden wir über Jesus.
Aussendung der Missionare
Zum Abschluss der Konferenz wurden unsere Missionare wieder unter Gottes Schutz und Segen gestellt und mit den Gebeten der Gemeinde erneut ausgesendet an ihre Einsatzorte, in ihre Gemeinden und in die vielfältigen Aufgaben, die sie im Dienst des besten Herrn wahrnehmen. Matthias Breling gab ihnen einige Verse aus dem Epheserbrief 3,17-19 mit auf den Weg: “Und ihr seid in der Liebe eingewurzelt und gegründet, damit ihr mit allen Heiligen begreifen könnt, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, auch die Liebe Christi erkennen könnt, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet, bis ihr die ganze Fülle Gottes erlangt habt.“
Zur Erinnerung an diese Verse bekamen die Missionare ein kleines, praktisches Maßband mit auf den Weg. Dieses Maßband, immerhin 3 Meter lang, ist aber natürlich völlig unzureichend, um die Länge und Breite, Höhe und Tiefe der Liebe Christi auszumessen. Dieses für diesen Zweck also völlig unnütze Werkzeug soll sie genau daran erinnern, dass sie nämlich die Länge und Breite und Höhe und Tiefe der Liebe Christi niemals ermessen können.
Sie können mit diesem Maßband auch die Welt nicht ausmessen, die Gott geschaffen hat. Unsere Erde hat einen Umfang von 40.000 km. Aber die Schöpfung Gottes ist ja noch viel größer als die Erde. Gerade waren ein paar von uns Menschen hinter dem Mond – das war ganz schön weit weg: ungefähr 400.000 km. Unser Sonnensystem aber hat eine Ausdehnung von ca. 2 bis 3 Lichtjahren, das entspricht ca. 40 bis 60 Billionen km, das übersteigt bereits unsere Vorstellungskraft. Das Universum ist aber mit ca. 90 Milliarden Lichtjahren (ca. 900 Trilliarden Kilometer) noch um ein Vielfaches größer und dehnt sich ständig weiter aus!
Und Gottes Liebe? – die umfasst seine gesamte Schöpfung! – und ist noch größer!
Nun kennen wir alle Zeiten und Situationen, da ist unsere Kraft zu ende, da stehen wir vor den Trümmerhaufen unseres Versagens. Es gibt Zeiten und Situationen, da verstehen wir Gott nicht und zweifeln an seiner Liebe – Es gibt Zeiten der Angst und der Mutlosigkeit, der Hoffnungslosigkeit in Anbedracht der Dinge, die in dieser Welt und in unserem Leben geschehen, die wir nicht begreifen, Das geht auch Missionaren so, denn auch sie sind nur Menschen. Für solche Zeiten empfahl Matthias Breling ihnen, dieses Maßband zu nehmen, es auszuziehen und bei jedem Zentimeter (jeder Zentimeter entspricht 3 Trilliarden km) über die Größe der Liebe Gottes zu staunen. Sie ist niemals zu begreifen!
Unter dem Segen des Herrn und der Bitte um Bewahrung auf der Reise und ausreichend Kraft und Liebe für alle anstehenden Aufgaben nicht nur für die Missionare, sondern auch für alle Besucher, endete die Konferenz.
