Jesus ruft – Jesus sendet
Die Konferenz beginnt am Samstag, den 10. Mai mit der Mitgliederversammlung der WEM um 13.00 Uhr. Um 15.30 Uhr kommen die ersten Missionare. Bei Kaffee und Kuchen bleibt Zeit für Gespräche. Nach dem Abendessen geht es um 19.30 Uhr mit der Abendveranstaltung weiter. Dabei geben unsere Missionare einen Einblick in ihren Alltag abseits der Missionsarbeit. Sie berichten von Anfechtungen und Herausforderungen, aber auch von Ermutigungen und wunderbaren Führungen.
Am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr beginnt die Festveranstaltung.
Matthias Breling, der 1. Vorsitzende der WEM appelliert an die Christen, ihr Leben neu unter die Herrschaft Jesu zu stellen, ihm zu dienen und die frohe Botschaft vom Heil durch Christus an die Menschen weiterzugeben.
Danach hören wir den 1. Vortrag von Günther Baumgärtner vom Christusbund, der auf Seite 3 auszugsweise abgedruckt wurde.
Nach dem Vortrag berichten Yohel und Ester aus Barcelona von ihrem Dienst in Spanien und Italien. Sie arbeiten mit den lokalen Gemeinden zusammen in den Bereichen Schulung von Männern und Frauen für den Dienst in der Gemeinde. Sie unterrichten auch Kinder und Jugendliche im Wort Gottes. Ihr Dienst besteht aus zwei Konzepten: Evangelisation und Jüngerschaft unter dem Motto „Gerettet um zu Retten“. Sie helfen auch mit anderen Organisationen bei Katastrophen, wie z. B. in Valencia bei der großen Überschwemmung, von der mehr als 1 Million Menschen betroffen waren. Neben Reinigungs- und Aufräumarbeiten reden sie mit vielen Menschen und erzählen ihnen von Jesus.
Daniele Lorefice lebt und arbeitet in der Lombardei, in Italien. Für ihn ist das wichtigste Missionsfeld die Familie. Seine täglichen weiteren Missionsfelder sind die vielen kleinen Gemeinden in Norditalien. Sie wurden einst von Missionaren mit einer Vision gegründet. Doch inzwischen haben sie ihre Vision verloren und dümpeln vor sich hin. Daniele hilft ihnen, wieder eine Vision im Auftrag Jesu zu bekommen und sich nicht mit verschiedenen Programmen zufrieden zu geben. Es geht darum, Menschen ohne Gott mit dem Evangelium zu erreichen. Dadurch wird die Gemeinde belebt und wächst geistlich und an Zahl.
Das Zuhause von Daniele und seiner Familie ist offen für viele Menschen. Im Wohnzimmer wird gebetet, die Bibel studiert, viel geredet und auch gelacht.
Seit 45 Jahren gibt es das Familiencamp in Ispica, Sizilien, das von Danieles Vater Vincenzo gegründet wurde. Seit 15 Jahren ist Daniele dafür verantwortlich. In der Sommerzeit ist er mit seiner Familie für drei Monate dort. Zu den Freizeiten kommen Familien, Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen kommen dort zum Glauben an Jesus. Die Infrastruktur muss laufend verbessert und vergrößert werden. Inzwischen haben sie 16 Hütten als Unterkünfte aufgestellt. Eines der Camps ist ein Missionscamp, wo junge Christen aus Europa und Amerika darin geschult werden zu missionieren. Sie setzen das Gelernte gleich in die Praxis um, indem sie Straßenevangelisationen machen und Flüchtlingsheime besuchen.
Doch es bleibt auch viel Zeit für Gottesdienste, Lobpreis und Gebet und für Freizeitvergnügen am und im nahen Meer. Im Winter gibt es ebenfalls Freizeiten, aber in Norditalien.
Neben der Gemeindearbeit kümmern sie sich auch um Notleidende mit ihrem Verein „Licht und Salz“. Sie versorgen arme Menschen mit Kleidung und Essen und Gottes Wort. Dazu haben sie einen Raum von der Stadt Nova Milanese erhalten.
Jonathan Conte lebt und arbeitet mit seiner Familie seit 5 Jahren in Reims, Frankreich. Sie arbeiten im Team zusammen mit Familie Huguenin, auch Missionare der WEM. Während Yannik und Simone Huguenin sich mehr um Gemeindebau kümmern, arbeiten Jonathan und Lauranne Conte mehr mit Studenten. Reims hat 180.000 Einwohner, davon sind 30.000 Studenten. Für gläubige Studenten gibt es ein gemeinsames, regelmäßiges Bibelstudium. Für neugierige, noch nicht gläubige Studenten, bieten sie Bibelkennenlernkurse an. Doch auch gesellige Abendveranstaltungen haben einen wichtigen Platz. Dadurch werden Kontakte geknüpft. Als Team dürfen sie nicht auf dem Campus missionieren. Daher ist es wichtig, die Studenten zu sich einzuladen. Wichtiger als Worte ist das Vorleben christlicher Werte.
Sie brauchen dringend einen größeren Raum, am besten ein ganzes Haus, wo Studenten auch wohnen können. Das Team ist noch klein und braucht Verstärkung, besonders fehlen Frauen, die sich um Studentinnen kümmern können.
Sonntagnachmittag um 14.00 Uhr beginnt der zweite Teil der Festveranstaltung.
Nach der Begrüßung durch Matthias Breling hören wir den zweiten Vortrag von Günther Baumgärtner mit dem Thema Jesus sendet.
Danach berichten Benjamín Martín und Ana María Huck von EEA aus Spanien.
Benjamín kommt seit 51 Jahren zu den WEM-Konferenzen nach Deutschland.
Das Motto von EEA lautet: Das Evangelium für Alle, zu jeder Zeit, an jedem Ort, um neue Gemeinden zu gründen. EEA existiert seit 58 Jahren. Sie haben viele Gemeinden in ganz Spanien gegründet, allein 11 Gemeinden im Norden, die in die Selbständigkeit entlassen wurden, wenn sie stark genug waren. Seit etlichen Jahren liegt ihr Schwerpunkt im Süden, in Andalusien mit seinen 8 Provinzen, besonders in den Städten Málaga, Veléz Málaga, Marbella und Torremolinos. Sie erreichen etwa 9 Millionen Menschen durch evangelistische Radiosendungen an zwei Tagen in der Woche. An Ostern kamen 500 Menschen zum Gottesdienst in Veléz Málaga, auch viele Außenstehende. Ein Mal im Monat treffen sie sich mit Pastoren von anderen Gemeinden zum Beten und Planen. Sie machen viele evangelistische Einsätze in umliegenden Orten, auch im Hinterland. In den Städten finden urbane evangelistische Freizeiten statt mit dem Angebot von Englischkursen. In der nächsten Zeit wollen sie ein Johannesevangelium in allen Haushalten verteilen. Auch im Süden gab es Überschwemmungen, wo sie tatkräftig geholfen haben, sowohl materiell als auch geistlich.
In der Osterzeit hatten sie eine Freizeit in den Bergen, in einer einfachen Unterkunft. Dabei berichtete ein irakischer Teilnehmer, wie sie vor den IS-Terroristen bewahrt wurden, weil eine unsichtbare Armee ihr Dorf beschützte. Der junge Mann kam dadurch zum Glauben an Jesus.
Ana María Huck betont, wie wichtig die Sommerfreizeiten in Pinos Reales sind. Viele junge Menschen kommen dort zum lebendigen Glauben an Jesus. Etliche arbeiten später als Pastoren und Missionare im Reich Gottes. Dank der Unterstützung durch die WEM, finanziell (Projekte) und im Gebet, kann die Arbeit durchgeführt werden. Sie sind dankbar für drei junge Paare, die sich in Pinos einbringen. Eines davon wird von der WEM finanziell mitgetragen (Eva und Hageo). Ana María koordiniert die Freizeitarbeit seit 25 Jahren.
Eunice Pastor und ihr Vater Jorge Pastor waren zur Konferenz eingeladen worden, konnten aber leider nicht kommen, da Eunice erkrankte. Eunice leitet mit ihrem Mann die Schule in Denia. Matthias Breling liest einen Bericht von Eunice vor. Darin bittet Eunice um Gebet für ihre Erkrankung. In den Sommerferienmonaten organisieren sie Freizeiten auf dem Schulgelände. Dazu brauchten sie 60 neue Etagenbetten, die von der WEM vorfinanziert wurden. Nach wie vor sind Volontäre herzlich willkommen. Gesucht werden Leiter für die Volontärgruppen und neue Lehrer für die evangelische Privatschule. Etliche Lehrer gehen demnächst in den Ruhestand. Neue Lehrer müssen gläubig und fachlich sehr gut ausgebildet sein.
Matthias Breling leitet die Aussendung der Missionare. Mit dem Segen Gottes und Gebet werden sie an ihre Einsatzorte zurückgeschickt. Matthias gibt jedem eine kleine Taschenlampe mit, als sinnbildliches Licht für diese dunkle Welt, in der wir leben und in der die Missionare arbeiten. Das Licht der Erlösung, Jesus Christus, scheint in der Dunkelheit (Johannes 1).
