Aktuelles

WEM - Jahreskonferenz 2019

 

Jahreskonferenz 2019 der WEM in Mademühlen (Westerwald)

Zu unseren Jahreskonferenzen kann immer nur ein Teil unserer Missionare eingeladen werden. Diejenigen, die in diesem Jahr mit dabei waren, berichten hier über ihre Arbeit.

 

Daniele und Feli Lorefice, Rom (ACP)
Arbeitsbereiche: Hilfe für Bedürftige; Evangelisation, Hilfe für verfolgte Christen.
Wir sammeln Kleidung und andere nützliche Dinge für Bedürftige in Italien und andere Länder. 2018 gaben wir 300 Hilfspakete an Bedürftige weiter. Wir erhielten die Erlaubnis, in einem Flüchtlingszentrum mit 350 Flüchtlingen zwei Mal in der Woche zu evangelisieren. Wir studieren die Bibel mit ihnen und laden sie in die Gemeinde ein. Unsere kleine Aufbaugemeinde in Rocca Priora hatte 15 Mitglieder, als wir dort begannen mitzuarbeiten. Wir haben 20 Christen aus Afghanistan und Iran mitgebracht und die Anzahl der Gemeindemitglieder damit mehr als verdoppelt.
Wir machen Evangelisationseinsätze auf der Straße und auch im Ausland. Darunter war eine Missionsreise nach Bulgarien, wo wir Zutritt in sieben Gefängnisse erhielten und 700 Häftlinge besuchen konnten. Wir machten eine Missionsreise nach Griechenland mit einer Gruppe von jungen Christen aus Italien. Die dort gesammelten Erfahrungen erweiterten den Horizont der jungen Menschen.
Wir treffen uns mit Jugendlichen und Kindern aus unserem Ort in Rocca Priora, machen mit ihnen Spiele und Musik und erzählen ihnen von Jesus. Oft kommen deren Eltern dazu und hören dann auch das Evangelium. Viele der Kinder kommen aus zerrütteten Familien.
Wir studieren die Bibel mit Christen und Nichtchristen.
Daniele reist durch Italien und predigt in verschiedenen Gemeinden. Er stellt dort auch die Arbeit der ACP vor. In Italien gibt es viele kleine Gruppen von jungen Christen. Wir sind dabei, diese Gruppen miteinander zu vernetzen. Inzwischen haben sich zwanzig Gemeinden an diesem Zusammenschluss von jungen Christen beteiligt.
Christliche Freizeiten: Im Sommer bieten wir in Sizilien verschiedene Freizeiten an:
Für Kinder und Jugendliche, für Familien, für christliche Universitätsgruppen. Oft nehmen auch Flüchtlinge daran teil und finden dabei zu Jesus. Ein besonderer Höhepunkt ist unser Missionscamp an dem junge Christen aus vielen Ländern teilnehmen. Neben Bibelstudien und Straßenevangelisationen gibt es auch viel frei Zeit am Meer. Im Winter haben wir jedes Jahr eine Freizeit in Florenz, an der im letzten Jahr 160 junge Menschen, Christen und Nichtchristen, teilnahmen.

 

Ester Lorefice, Pescara (UEB)
Arbeitsbereiche: Kinder mit dem Evangelium erreichen, Christen für die Kinderarbeit ausbilden, Kinderprogramm und Freizeiten.
Ester ist seit sechs Jahren bei der UEB. In der ersten Zeit übersetzte sie viel Material des KEB vom Englischen ins Italienische. Sie arbeitet mit Kindern in den Gemeinden und auf der Straße. Dabei ist es wichtig, auch die Eltern zu erreichen. Das Ziel ist es, Kinder von der Straße mit ihren Eltern in die Gemeinden zu bringen. Im Sommer bieten sie Aktivitäten im Stadtpark an. Für den Winter hat ihnen die Stadt einen großen Raum dafür zur Verfügung gestellt. Viele der Kinder, die an diesen Programmen teilnehmen, kommen aus Familien, in denen Vater oder Mutter oder beide im Gefängnis sitzen, meist wegen Drogendelikten. Diese Kinder sind traumatisiert und suchen Geborgenheit, die sie in der Gruppe mit Esters Team finden können. Ester bildet Mitarbeiter in den Gemeinden für die Arbeit mit Kindern aus. In besonderen Kursen werden Mitarbeiter zu Ausbildern geschult. Dazu wird pädagogisch-biblisches Fachwissen weitervermittelt. Das geschieht in Wochenendkursen, die über sieben Monate gehen.
Derzeit hat sie beantragt, auch an öffentlichen Schulen mit den Schülern über die Bibel reden zu dürfen. Das wird nur erlaubt, wenn eine fachliche Qualifikation vorliegt. Ester hat einen Master Hochschulabschluss im pädagogischen Bereich und hat deshalb gute Chancen, zu Schulen Zutritt zu erhalten. Im Sommer bieten sie Freizeiten für Kinder und Jugendliche an, die jeweils eine Woche gehen. Diese Freizeiten sind auch offen für Nichtchristen. Sie gehen in Gemeinden und zu Konferenzen, um dort Kinderprogramme durchzuführen und ihre Arbeit vorzustellen.

 

Michel und Christine Louis, Le Mans (CAEF)
Arbeitsbereiche: Pastorendienst, Seelsorge, Predigt, Leitung, Schulung von Mitarbeitern, Besuche im Gefängnis, missionarische Aktivitäten, Stand und Bastelgruppe (Patchwork).
Le Mans hat 150.000 Einwohner (mit dem Umfeld 300.000). Die Altstadt ist sehr gut erhalten und oft Kulisse für Historienfilme. Berühmt sind auch die Autorennen „24 Stunden von Le Mans“. Der Stadtteil in dem sie arbeiten ist sozial wenig privilegiert: 38% haben ein niedriges Einkommen, 91% wohnen in Mietwohnungen, meist große Wohnblocks, 23% sind arbeitslos.
Es gibt eine große Moschee mit 500 Plätzen. In der Stadt gibt es insgesamt sieben Moscheen, eine davon von Salafisten.
Die Gemeinde hat 60 Mitglieder und 200 Plätze im Gottesdienstraum. Ab 2015 gab es große Probleme in der Gemeinde. Zentral waren Differenzen zwischen dem Pastor und der Gemeindeleitung. 40% der Mitglieder der Gemeinde gingen weg. Die große Herausforderung besteht darin, mit jedem Einzelnen zu reden, neu Vertrauen zu bilden, zu versöhnen, zu ermutigen und wieder zu vereinen. Mitarbeiter werden für den Dienst in der Gemeinde und den Missionsdienst (Evangelisation) geschult. Zusammen mit anderen Gemeinden haben sie einen Stand mit Büchern und christlichen Schriften, mit dem sie in der Öffentlichkeit unterwegs sind. Die Gemeinde war früher nur mit sich selbst beschäftigt. Jetzt ist sie offen für jeden. Von Dienstag bis Freitag ist die Kirche am Vormittag offen. Jeder kann kommen, einen Kaffee trinken und Gespräche führen. Jeden Sonntag kommen neue Leute in die Gemeinde. Seit Januar hatten sie schon fünf Taufen. Inzwischen ist die Gemeinde multikulturell. Die Besucher kommen aus 15 Nationen, darunter viele Afrikaner. Eine besondere Herausforderung sind ökumenische Treffen, bei denen sie ihre biblische Position klar präsentieren, oft auch gegen Widerstand. Sie machen Krankenbesuche und besuchen die Gemeindeglieder zu Hause. Mit weiter weg Wohnenden wird auch schriftlich kommuniziert.
Sie wollen die Gemeinde besser im Stadtviertel integrieren. Dazu dekorieren sie vier große Fenster im Haus. Am Haus sind etliche Reparaturen notwendig.

 

Benjamín Martín, Málaga (EEA)
Ana María Huck, Madrid (EEA)
Arbeitsbereiche: Gemeindepionierarbeit, Evangelisationseinsätze, Freizeiten.
In Spanien lesen die meisten Menschen niemals in der Bibel. Wir Christen sind die einzige Bibel, die sie jemals lesen, wenn sie uns kennenlernen. Wir haben hier eine große Verantwortung. Wir haben drei Pioniergemeinden in der Provinz Málaga. In der Vergangenheit wurden diese Gemeinden z.T. von jungen spanischen Missionaren betreut. Leider verließen diese uns nach zwei bis drei Jahren wieder. Es ist schwierig, spanische Pioniermissionare zu finden. Viele junge Christen absolvieren die Bibelschulen. Danach wollen sie aber lieber in einer etablierten Gemeinde mit einem festen Gehalt und sicheren Strukturen arbeiten. Um die schwere Pionierarbeit zu bewältigen braucht es einen deutlichen Ruf für diese Arbeit, eine entsprechende Begabung und ein leidenschaftliches Herz für die Verlorenen. Sind diese Vorgaben nicht gegeben, halten die Missionare nicht lange durch.
Seit einigen Jahren kommt ein Team junger Missionare aus Argentinien regelmäßig zu uns, um uns bei unserer Arbeit zu helfen. Zuletzt im Februar waren sie einen ganzen Monat bei uns. Wir haben sie überallhin mitgenommen und ihnen die ganze Bandbreite der Arbeit gezeigt. Einige von ihnen können sich vorstellen, bei uns vollzeitlich mitzuarbeiten.
Wir besuchten in den vergangenen Jahren 23 Ortschaften, Städte und Dörfer, in der Provinz Málaga. Auf zentralen Plätzen oder in Einkaufszentren veranstalten wir Kinderfeste mit musikalischen Aufführungen, vielen Spielen, Büchertischen und einer zentralen Botschaft über Jesus. Es kommen viele Besucher, meist Kinder, die ihre Familien mitbringen. Da wir für diese Einsätze stets eine Genehmigung brauchen, haben wir auch gute Kontakte zu den Bürgermeistern. Zu einigen von ihnen sind freundschaftliche Kontakte entstanden. Ziel ist es, in den jeweiligen Orten zunächst Hauskreise und später Gemeinden entstehen zu lassen.
Am Ostersonntag hatten wir, zusammen mit anderen Gemeinden, einen Gottesdienst vor dem Rathaus in Málaga mit ca. 1.500 Besuchern. Eine großartige Möglichkeit, Jesus zu bezeugen.
Jesus lagen die Kinder besonders am Herz. Er zog sie zu sich und umarmte sie. Wir folgen seinem Beispiel und kümmern uns in verschiedenen Kinderfreizeiten besonders um die Kinder und Jugendlichen. Es ist dabei wichtig, dass die Betreuer professionell geschult werden. Kürzlich haben acht junge Menschen, darunter eine Ärztin, die Vorbereitungskurse mit einem international anerkannten Abschluss beendet.

 

Norbert und Elisabeth Marzolff (I.B.)
1. Vorsitzender des Institut Biblique, das den concours biblique herausgibt und versendet.
Bettina Dolmetsch ist Missionarin der WEM. Sie arbeitet am I.B., konnte aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mitkommen. Sie ist hauptsächlich mit der Beantwortung der vielen Fragen der jungen Teilnehmer des Kinderbibelwettbewerbs beschäftigt.
Das I.B. ist auf der Suche nach einem neuen Leiter.
Der Kinderbibelwettbewerb wurde 1961 von Pierre Molinengo gegründet. Er soll es Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 16 Jahren ermöglichen, die Bibel kennenzulernen.
In altersgemäßen Lektionen lernen sie, die Bibel zu lesen und zu verstehen. Durch gezielte Fragen, die sie frei beantworten, kann man feststellen, ob sie alles verstanden haben.

 

André und Esther Schwab, Lille (FpC)
Arbeitsbereiche: Evangelisation, Gemeindearbeit, Schulung.
Esther und André Schwab leben in einem Stadtteil von Lille mit einem hohen Migrantenanteil. Sie haben in Ihrer Wohnung mehrere Schwarzafrikaner aufgenommen. Drei von ihnen leben derzeit noch mit ihnen zusammen.
Lille liegt den beiden sehr am Herzen, weil 99% der Einwohner Jesus noch nicht kennen.
Sie arbeiten in einem internationalen Team, das sie gegründet und mehrere Jahre geleitet haben. Sie gehen jetzt in den Ruhestand und haben daher die Teamleitung abgegeben. Doch sie werden weiter im Team mitarbeiten. André redet am liebsten auf der Straße mit Passanten über Jesus. Um deren Interesse zu wecken formt er aus Luftballons lustige Figuren. Er kann Bauchreden und auch Marionetten vorführen. Zu den Gemeinden, die neu und schön gebaut haben sagt André: „Sagt nicht zu den Menschen: `Kommt zu uns, wir haben ein schönes Gemeindezentrum!`, sondern geht aus eurem schönen Haus hinaus zu den Menschen und erzählt ihnen von Jesus!“

 

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